Weitere Beiträge vorheriger Ausgaben
Als Duboisi-Fan in Kigoma – ein Porträt des Weißpunkt-Brabantbuntbarsches Teil 1
Auf den Spuren von Wolfgang Staeck und auf dem Weg zu den Wurzeln seiner eigenen aquaristischen Vergangenheit reist unser Autor in die Heimat eines seiner Lieblingsfische. | von Frank Schneidewind
Mitte der 1970er-Jahre erwarb mein Vater Weißpunkt-Brabantbuntbarsche (Tropheus duboisi), die durch ihre kontrastreiche Jugendfärbung unsere ganze Familie begeisterten. Gemeinsam hatten wir dazu einen in der Region bekannten Züchter besucht, der noch viele weitere Tropheus-Arten vermehrte. Zum damaligen Zeitpunkt waren jene Buntbarsche ausgesprochen rar und begehrt, die Nachfrage deutlich größer als das Angebot und diese Kostbarkeiten daher unverschämt teuer.
Dianema urostriatum: Überlebenskünstler aus dem Amazonas
Trotz fehlender schillernder Farbenpracht besitzt der Schwanzstreifen-Schwielenwels ein majestätisches Auftreten und gilt zugleich als wahrer Überlebenskünstler aus dem Amazonas. In Finnland nennt man ihn liebevoll „Lippuritarimonni“ und unter Aquarianern ist er für seine anspruchslose Natur und ein wahres Arsenal an Überlebenstricks bekannt. Entdecken Sie die faszinierenden Anpassungen dieses Welses, von der Darmatmung bis zum chemischen Waffensekret im Schaumnest. | von Roland Schreiber
Innerhalb der großen Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) finden wir neben den kleiner bleibenden Panzerwelsen (z. B. Brochis, Corydoras, Scleromystax) auch die Schwielenwelse – echte Riesen, die in ihrer natürlichen Heimat aufgrund ihrer Größe und ihrer Schmackhaftigkeit überwiegend als Speisefische geschätzt werden. Die Schwielenwelse (Unterfamilie Callichthyinae) sind derzeit in fünf wissenschaftlich anerkannte Gattungen unterteilt. Neben Callichthys, der namensgebenden Gattung der Familie, findet man hier etwa Hoplosternum (z. B. H. littorale), Megalechis (z. B. M. thoracata), die meist kleiner bleibenden Vertreter der Gattung Lepthoplosternum sowie die recht übersichtliche Gattung der Torpedo-Schwielenwelse (Dianema).
Behauste Schleimer
Sie sind in jedem Riffaquarium vorhanden – zwar nicht bei jedem beliebt, jedoch in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich! | von Rolf Hebbinghaus
Okay, es sei sogleich gestanden: „Behauste Schleimer“, ein solches Taxon existiert weder im Tier- noch im Pflanzenreich – stattdessen handelt es sich um eine bloße Komposition des Autors! Die allerdings schon Grundlegendes andeutet, nämlich auf welche Art und Weise sich die vorgestellten Wesen ernähren und wie sie sich vor Feinden schützen.
Leben die meisten Muscheln (Bivalvia) stationär und filtrieren mit den Kiemen sehr kleine Organismen sowie organische Schwebestoffe aus dem eingesaugten Wasser, so gibt es unten den Schnecken (Gastropoda) nur ganz wenige festsitzende Geschwebefresser. Manche Schnecken erscheinen bloß festgewachsen, so die vom Nordseestrand bekannten Napfschnecken (Patellidae), die, bei Ebbe hermetisch an Steinen festgesaugt, nachts sehr wohl umherwandern, um Algen abzuweiden. Und auch die im selben Lebensraum anzutreffenden Pantoffelschnecken (Crepidula), die reine Filtrierer sind, leben nach ihrer vagilen Jugendphase zwar ständig sesshaft, sind aber ebenfalls nicht angewachsen. Einzig bei den – rein marinen – Wurmschnecken (Vermetidae), von deren eigentümlichem Leben dieser Aufsatz handelt, verschmilzt tatsächlich das Kalkgehäuse mit dem Substrat.
Ein Kardinälchen mit ungewohnten Farben
Kuehne’s Kardinalfisch ist eine reizvolle Alternative zu den bekannteren Arten – aber leider aquaristisch ganz wenig verbreitet. | von Sebastian Wolf
Die Benennung der Art ist jüngeren Datums und stammt aus dem Jahr 2019 (Bohlen et al.), gleichwohl sie schon länger bekannt war, aber immer etwas mysteriös blieb. So wurde sie oftmals als Tanichthys thacbaensis bezeichnet, ein Phantom aus dem nördlichen Vietnam, das seit der Erstbeschreibung nicht mehr gefunden wurde. Teilweise hält sich dieser Name bis heute. Die Vorstellung in der Aquaristikliteratur mit Angaben zur Pflege und Vermehrung erfolgte bereits einige Jahre vor der formalen Beschreibung (Bohlen 2010; Seidel 2012). Den Sprung in die kommerzielle Aquaristik schaffte T. kuehnei bisher allerdings nicht.
Der Rote Tiger, eine neue Guppy-Zuchtform
Die hier vorgestellte Variante trägt Eigenschaften, die bei anderen Guppy-Stämmen selten sind. Inwiefern sie weiterentwickelt und irgendwann zu einer Hochzuchtform wird, hängt davon ab, ob sich mehr Aquarianer mit ihr beschäftigen wollen. | von Sebastian Wolf
Die hektische, ja fast manische Tätigkeit asiatischer Züchter bescherte der Aquaristik in den vergangenen Jahren viele neue Guppy-Zuchtformen. Oft sind sie in optischer Hinsicht spektakulär und außerordentlich bunt. Sehr fantasievoll sind die mitgelieferten Namen. Hilfreicher als Kreationen wie „Jumbo Green Dragon“ wären natürlich Hinweise auf Flossenformen und Grundfarbe in den jeweiligen Bezeichnungen, wie sie etwa bei altetablierten Hochzuchtformen zu finden sind. Das Durcheinander vergrößert sich, je mehr neue Varianten und beliebig vergebene Bezeichnungen kursieren.
Seite 1 von 5








